You have to be as cool as Alain Delon

Wer nichts außer sich selbst hat, muss sich selbst mögen

Es ist hart, aber ich bin stark!

Paul Huf hat im Verlauf seiner Arbeit festgestellt, dass es den meisten Jugendlichen nach ihrer Ankunft in Deutschland zunächst recht gut geht. Trotz der gefährlichen Flucht aus ihrer Heimat und den Entbehrungen, die sie unterwegs erdulden mussten und dem Heimweh, sind sie optimistisch und freuen sich auf den Neuanfang. Nach den ersten zwei Jahren in Deutschland und den großen Anstrengungen, die zum Beispiel mit dem Erlernen der neuen Sprache und dem teils erstmaligen Schulbesuch verbunden sind, sind viele demotiviert und am Rande einer Depression. Viele Jungs leiden unter Schlaflosigkeit, kommen deswegen am Morgen nicht mehr aus dem Bett, beginnen sich selbst zu verletzen, brauchen Psychopharmaka und psychiatrische Hilfe. Manche benötigen stationäre psychiatrische Behandlung und immer wieder kommt es zu Suizidversuchen und zum Suizid.

Als die Jugendlichen in Deutschland ankamen, hatten sie ein Ziel, nämlich sich ein neues Leben aufzubauen. Aber desto länger der Aufenthalt ist, desto klarer wird ihnen, wie schwer es ist, dieses Ziel zu erreichen und welche Hürden genommen werden müssen. Selbst kleine Ziele scheinen plötzlich unerreichbar. Langstreckenlauf ist eines der besten Mittel gegen die Stimmungstiefs. Wissenschaftliche Studien haben erwiesen, dass Langstreckenlaufen bessere Ergebnisse erzielt als Psychopharmaka. Aus diesem Grund hat Paul Huf regelmäßige Lauf-Events implementiert. Er läuft selbst immer mit und plant für diesen Herbst die Teilnahme mit einigen der Jugendlichen an einem Halbmarathon in der Münchner Region.

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